Wärmeversorgung von morgen: Erdwärme als nachhaltige Lösung für Schrobenhausener Neubaugebiet

Schrobenhausen – Was ist bei zukunftsgerechten Neubaugebieten mit am wichtigsten? Ganz klar: die Wärmeversorgung. Und die ist beim Neubaugebiet „Kellerbergbreite“ in Schrobenhausen vorbildlich. Vor allem in puncto Nachhaltigkeit. Auf einer 5,5 ha großen Fläche hat Bauer Resources im Auftrag der Bürger-Energie-Genossenschaft Neuburg-Schrobenhausen-Aichach-Eichstätt eG und in Zusammenarbeit mit der örtlichen Stadtverwaltung und den Stadtwerken eine Erdwärmesondenanlage und ein kaltes Nahwärmenetz für insgesamt 64 Wohngebäude und einen Kindergarten errichtet – und dabei sämtliche Potenziale im Unternehmen ausgeschöpft. „Dieses Leuchtturmprojekt zeigt eindrücklich, dass wir in der Geothermie Hand in Hand und ganzheitlich arbeiten. Genau darin liegt unsere Stärke,“ so Marcel Mößlang, Oberbauleiter bei der BAUER Resources GmbH. 

119 Erdwärmesonden

Ab März 2023 waren insgesamt drei Bohrteams gleichzeitig auf der Baustelle am Werk, um die drei Erdwärmesondenfelder herzustellen. Schritt für Schritt bohrten sie ein Loch nach dem anderen – teilweise in bis zu 60 m Tiefe. Anschließend wurden 119 Erdwärmesonden in die Bohrlöcher eingebracht und mit einem Hinterfüllbaustoff verpresst, der einen effizienten Wärmeaustausch mit dem Untergrund ermöglicht. Eine der größten Herausforderungen waren dabei laut Geräteführer Stefan Baciu die schwierigen Witterungsbedingungen: „Der anhaltende Regen erschwerte unsere Arbeit erheblich. Als Maschinenführer muss man hartnäckig sein. Schließlich müssen die Geräte manuell, also per Fernbedienung gesteuert werden – unabhängig vom Wetter. Und das ist bei weitem nicht so komfortabel wie in einem Fahrerhaus zu sitzen.“ Die Arbeit hat sich aber gelohnt, denn die Erdwärmesondenfelder generieren am Ende viel grüne Energie.

50 km Rohrleitungen 

Doch bevor grüne Energie fließen kann, mussten zunächst die Anbindeleitungen für die Erdwärmesonden und das Kalte Nahwärmenetz hergestellt werden. Das bedeutete: Gräben ziehen, ein Sandbett herstellen und Rohre verlegen. Insbesondere Letzteres war für die Mannschaft vor Ort Schwerstarbeit. „Wir reden hier immerhin von 50 km Rohrleitungen. Die Verlegearbeiten allein dauerten mehr als zwei Monate“, berichtet Marcel Mößlang, und ergänzt: „Bei solchen Dimensionen ist ein eingespieltes Team entscheidend, um die Arbeiten reibungslos abzuschließen.“ Zur genauen Dokumentation des Rohrverlaufs kamen zusätzlich zwei bewährte digitale Helfer zum Einsatz: eine Drohne und ein Roverstab. „Aus den gewonnenen Vermessungsdaten wurde ein Revisionsplan erstellt, in dem jederzeit jede Kleinigkeit nachgeschlagen und kontrolliert werden kann,“ so Marcel Mößlang weiter. Erst dann konnten die Leitungsgräben verschlossen und die Anlage gespült sowie befüllt werden. Dafür wurden mehr als 30.000 l Glykolgemisch verwendet.

Power Trio 

Für ein derartiges Großprojekt braucht es ein hohes Maß an Erfahrung. Und davon hat die Bauer Resources genug. „Und dennoch wissen wir: Expertise reicht allein nicht aus. Ohne die richtigen Geräte und hochwertiges Ausbaumaterial ist alles nichts,“ betont Marcel Mößlang. Praktisch, wenn man auch dafür Spezialisten in der „Familie“ hat, denn die Erdwärmesonden lieferte die Tochterfirma GWE. Und die leistungsfähigen Bohrgeräte für die Sondenbohrungen? Die stammen von der KLEMM Bohrtechnik GmbH, die seit über einem Vierteljahrhundert zur BAUER Maschinen Gruppe gehört. „Dieses Projekt war für uns die optimale Möglichkeit, um unser umfangreiches Leistungsportfolio zu präsentieren,“ fasst der Oberbauleiter stolz zusammen.

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Einheizen mit Erdwärme

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